Güster

andere Namen:
Blicke, Halbbrachsen, Pliete, Rotplieten

Frankreich: Breme bordelière
England: White bream
Holland: Kolblei

wesentlichste Merkmale: ähnlich der Brasse, Brust- und Bauchflosse rötlich bis rot gefärbt, größeres Auge, rauhe und harte Oberfläche und feste Schuppen

Lebensräume: Der Güster kommt als ein gesellig lebender Schwarmfisch in stehenden wie auch in langsam fließenden Gewässern (
Brassenregion) vor. Hier lebt er bevorzugt in Ufernähe zwischen Wasserpflanzen. Güster sind nördlich der Alpen und Pyrenäen in ganz Europa verbreitet. Sie fehlen in Nordskandinavien, Nordengland und Irland.

Nahrung: Seine Nahrung besteht aus kleinen, bodenbewohnenden Wirbellosen (Muscheln, Schnecken, Würmern) und teilweise auch aus Wasserpflanzen.

Größe: die Durchschnittsgröße liegt bei 20 cm, die maximale Größe bei 35 cm

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter
Gesetze


Lebensraum, Aussehen und Lebensweise sind sehr ähnlich der
Brasse, er besitzt jedoch größere Augen und kein vorgestülptes Maul, er ist weniger an den Grund gebunden und frisst neben Bodenorganismen mehr planktische Nahrung als dieser. Er ist auch bedeutend kleiner als der Brachsmen. Die Fortpflanzung im Frühsommer findet in seichtem Wasser mit dichter Vegetation statt. Bastardierungen mit anderen Cyprinidenarten, die sich in Fortpflanzungszeitpunkt, -ort und -verhalten nur wenig unterscheiden, sind häufig.
Er ist eine recht anspruchslose Art, deren Population bei günstigen Bedingungen in kurzer Zeit stark zunehmen können. Die anthropogenen Veränderungen der aquatischen Lebensräume - vor allem die Eutrophierung der Seen - konnten in der Vergangenheit zu lokalen Überbevölkerungen führen.

Zur Laichzeit (Mai - Juni) zieht der Güster in großen Schwärmen an flache, krautreiche Uferbereiche. Hier legt er nachts unter heftigen Paarungsspielen seine ca. 2 mm großen, klebrigen Eier (l7.000 -100.000/Weibchen) an Pflanzenstängeln ab.