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wesentlichste Merkmale: Der Schlammpeitzger hat einen
walzenförmigen Körper, der vorne fast drehrund ist und hinten seitlich etwas zusammengedrückt. Die Haut ist schleimig. Die Mundsparte ist eng und unterständig. Von den 10 Bartfäden kommen 6 am Oberkiefer vor und 4
am Unterkiefer. Die vordere Nasenöffnung ist röhrenförmig. Im Gegensatz zu den Cobitis-Arten (z.B. Steinbeißer) hat der Schlammpeitzger keinen Augendorn. Die
Schwanzflosse ist abgerundet. Der Körper ist von kleinen Schuppen bedeckt. Die Seitenlinie ist unvollständig. Die Rückenseite ist dunkelbraun, die Flanken sind heller. Sie sind lederfarben und haben ein breites,
schwarz-braunes Längsband. Ober- und unterhalb dieses Bandes befindet sich ein dunkler Längsstreifen. Der Bauch ist hell.
Lebensräume:
Der nachtaktive Schlammpeitzger bevorzugt stehende Gewässer (Altarme, Gräben, Teiche) mit schlammigem, pflanzenreichem Grund. Der Schlammpeitzger kommt in Mittel- und Osteuropa vor. Ausnahmen sind Großbritannien
und Skandinavien, sowie die Zuflüsse des nördlichen Eismeeres.
Nahrung: Die Nahrung besteht aus Muscheln, Insekten und Schnecken.
Größe: durchschnittlich 20-25 cm, maximal bis 30 cm
Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter Gesetze
Laichzeit: In der Laichzeit (April bis Juni)
legen die Weibchen ca. 70.000-150.000 Eier von 1,5 mm Durchmesser an Wasserpflanzen ab (phytophiler Laicher). Die Eiablage erfolgt portionsweise und kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Die Larven besitzen
vorübergehend fadenförmige äußere Kiemen, als Anpassung an den niedrigen Sauerstoffgehalts der Wohngewässer.
Bewohnt hauptsächlich Gewässer mit einen niedrigen Sauerstoffgehalt und solche, die zeitweise
trockenfallen können (siehe Lebensraum). An den niedrigen Sauerstoffgehalt hat sich der Schlammpeitzger angepasst, indem er die Fähigkeit zur Darmatmung erworben hat. Er kann an der Wasseroberfläche Luft schlucken
und den Gasaustausch (Atmung) im Darm vollziehen. Außerdem ist er imstande, bis zu 70 % seines Sauerstoffbedarfs über die Haut zu decken (Hautatmung). Bei sehr geringen Wasserständen und im Winter gräbt er sich im
Schlamm ein und verfällt in eine Art Dauerschlaf, der bei ungünstigen Bedingungen bis zu einem Jahr dauern kann. Gegenüber Luftdruckschwankungen ist der Schlammpeitzger jedoch sehr empfindlich. Bei nahendem
Gewitter zeigt er ein unruhiges Verhalten, weshalb er auch Wetterfisch genannt wird.
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