Schleie

andere Namen:
Schlüpfling, Schuster

Latein: Tinca tinca
Frankreich: Tanche
Italien: Tinca
England: Tench
Holland: Zeelt
Daenemark: Suder
Norwegen: Suter, Sudre
Spanien: Tenca
Portugal: Tenca
Griechenland: Glinia

wesentlichste Merkmale: hoher Schwanzstiel mit gerade abschließender Schwanzflosse, grünliche Körperfärbung, Maul endständig und vorstülpbar, 2 kurze Barteln, schleimige und dicke Haut mit sehr kleinen Rundschuppen

Lebensräume: Die Schleie bewohnt langsam fließende, weichgründige Gewässer (
Brassenregion) sowie flache, warme und krautreiche Seen (Hecht-Schleisee). Hier hält sie sich tagsüber am Grund zwischen dichten Pflanzenbeständen auf und wird erst in der Dämmerung aktiv.
Die Schleie ist im größten Teil Europas mit Ausnahme von Griechenland, Nordirland und Nordskandinavien verbreitet. Sie kommt auch im Brackwasser und in den Alpen bis zu 1.600 m über NN vor.

Nahrung: Die Schleie ernährt sich vorwiegend von kleinen bodenlebenden Wirbellosen (Insektenlarven, Schnecken, Muscheln) sowie gelegentlich auch von Pflanzen.

Größe: die Durchschnittsgrößen liegt bei 30 bis 35 cm, kann bis 60 cm lang und
bis 8 kg schwer werden

Alter: über 20 Jahre

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter
Gesetze


Die Schleie ist ursprünglich in Naturgewässern mit weichem Boden und genügend Pflanzenbewuchs beheimatet. Schleien leben im unteren und mittleren Abschnitt von Flüssen, in Teichen, Weihern, Stauseen und an anderen geeigneten Orten. Sie vertragen auch das schwach salzige Wasser der östlichen Ostsee. Ihr Lebensraum ist der Gewässerboden. Schleien zeichnen sich auch durch ihre große Widerstands- fähigkeit gegen Sauerstoffmangel und saures Moorwasser aus. Als äußerst anpassungsfähige (euryöke) Art verträgt sie sowohl niedrigste Sauerstoffgehalte als auch hohe pH-Werte.
Sie wachsen viel langsamer als
Karpfen und erreichen erst nach 3 Jahren ein Gewicht von 200 bis 300 g. Die Schleien gehören zu den wichtigsten Nutzfischen. Wegen ihres guten, weiß gefärbten Fleisches werden sie als bedeutender Beifisch in den Karpfenteichen und Stauseen vieler Länder Europas gehalten. Den Namen verdankt die Schleie ihrer schleimigen Oberfläche, über einer Art Lederhaut in die viele kleine Schuppen eingelassen sind. Schleie hat im essbaren Anteil etwa einen Fettgehalt von 0.7-0.9 g/100 g.
Die Laichzeit fällt in die Monate Mai - Juli bei einer Wassertemperatur von 18 - 20 ° C. Die Fische schließen sich vorher zu Schwärmen zusammen und suchen flache, durchsonnte Uferbereiche mit dichtem Unterwasserpflanzenbewuchs auf. Hier werden die ca. 0,8 -1 mm großen, klebrigen Eier (300.000 - 900.000/Weibchen) abgelegt. Die Eiablage erfolgt portionsweise im Abstand von 2 Wochen und kann sich über 2 Monate erstrecken.