Seesaibling

andere Namen:
Namycush, amerikanischer Seesaibling, kanadische Seeforelle,
Wandersaibling, Rotforelle, Schwarzreuter, Rötel, Ritter

Latein: Salvelinus alpinus
Frankreich: Ombre-chevalier, Touladi
England: Charr, Lake charr, Lake trout
Holland: Arctische zalmforel
Tschechei: Sivan
Russland: Golets
Schweden: Smaröding
Norwegen: Röyr
Dänemark: Fjeldörred

wesentlichste Merkmale: Fettflosse, Brust-, Bauch- und Afterflosse haben einen weißen Streifen und keine rote Färbung (Bachsaibling)

Lebensräume: In Europa kommt der Seesaibling in kalten, tiefen, nährstoffreichen Seen in den Alpenländern und auf den Britischen Inseln vor. In den Alpen gilt er als Glazialrelikt. In den Küstengewässern des nördlichen Eismeeres gibt es hauptsächlich Wanderformen dieser Art.

Nahrung: Kleintiere aller Art, auch kleine Fische, erwachsene Tiere der Wanderformen ernähren sich von anderen Fischen, Jungtiere von Kleinkrebsen und Chironomidenlarven

Größe: durchschnittlich 25 bis 40 cm, maximal bis 80 cm, Gewicht meist 2 bis 3 kg, bis zu 10 kg möglich, kapitale Exemplare sind immer Wildfangsaiblinge

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter
Gesetze


Der amerikanische Seesaibling lebt ursprünglich in tiefen, sauerstoffreichen Seen in Nordamerika. Das Vorkommen erstreckt sich bis nach Nordkanada und Alaska. Da das Wachstum hervorragend ist, wurde er in Schweden, der Schweiz, Frankreich und in Bayern eingebürgert.
Die ökologischen Ansprüche der Wanderform und der stationären Formen des Seesaibling sind sehr unterschiedlich. Die Wanderformen des Seesaibling ziehen im Herbst die Flüsse hinauf, wo das Ablaichen entweder noch im Herbst oder auch im Winter erfolgen kann. Manchmal überwintern die geschlechtsreifen Tiere auch und laichen erst im darauf folgenden Jahr. Die Weibchen legen ca. 3.000-4.000 Eier pro kg Körpergewicht und wandern nach der Eiablage wieder zurück in die Küstengewässer.
Von den stationären Tieren werden folgende Formen unterschieden:

  • Der Normalsaibling: Er ernährt sich überwiegend von Planktonkrebsen und Bodentieren.
  • Der Wildfangsaibling: Er lebt räuberisch von anderen Fischen.
  • Der Schwarzreiter(-reuter): Dies ist eine Zwergform, die kaum 25 cm lang wird und unter 100 g wiegt.
  • Der Tiefseesaibling: Dies ist eine Kümmerform der Tiefsee und lebt in 30-100 m Tiefe. Oft wird er nur bis 20 cm lang.

Verschiedentlich sieht man in der Literatur, das der Seesaibling in eine “europäische” (Salvelinus alpinus L.) und eine “amerikanische” (Salvelinus namaycush) unterschieden wird. Wir können dem nicht ganz folgen und sehen keine Veranlassung diese beiden zu unterteilen.

Seesaibling blau
Seesaibling mit Senf
Bachsaibling im Möhren-Sellerie-Nest
Marinierter Saibling mit Feldsalat